Hardware-Unabhängigkeit II: Terminalserver!

Hardware-Unabhängigkeit II: Terminalserver!

Ein Terminalserver ist zunächst ein etwas leistungsfähiger ausgestatteter Server, als es z.B. für einen Fileserver nötig wäre.

Mit einer kleinen Anwendung verbinden sich die Benutzer von ihren Arbeitsplätzen darauf und bekommen den Desktop des Servers angezeigt.

Installierte Programme können von den Benutzern gestartet und bedient werden, der Terminalserver kümmert sich darum, dass die Anwendungen in getrennten Sitzungen laufen.

Solange alle Monitore die gleiche Auflösung eingestellt haben, haben wir Terminaldienste bereits auf drei Monitoren eingesetzt.

Mehr Monitore wollte bisher aber auch noch niemand haben: Die Tische waren zu klein...

Nun: Die Installation ist die eine Sache, die Ausführung jedoch eine andere.

Es gibt spezielle Fälle, wie z.B. CAD oder Bildbearbeitung, wo Terminaldienste nicht unbedingt empfehlenswert sind.

Hier fehlt es meist an der Leistung der Grafikeinheit des Terminalservers. Allerdings gibt es auch hier Abhilfe - auch, wenn sie zunächst ungewöhnlich erscheint...

Es gibt aber auch Software, die sich partout wehrt, auf einem Terminalserver ausgeführt zu werden.

Das sollten wir zunächst prüfen. Oft liegt es nur an der Lizenz des Herstellers, seltener muss nach einer Alternative gesucht werden.

Sie brauchen keine Rücksicht mehr auf die Arbeitsplatz-Rechner nehmen: Fällt einer aus, wir er einfach ersetzt.

Alle Einstellungen des Benutzers:

  • Benutzerinstallation
  • Software
  • spezifische Einstellungen (E-Mail, Signatur...)
  • Favoriten
  • persönliche Dateien
  • Druckerverbindugen
  • etc.

werden auf dem Terminalserver eingerichtet und sind unabhängig vom Arbeitsplatzrechner.

Sie können auf leistungsstarke Arbeitsplatz-Rechner verzichten!

Es reichen so genannte "Thin-Clients", also: extra abgespeckte Rechner, die eigentlich nur eine Netzwerkkarte und Monitor-Anschlüsse haben.

Das Betriebssystem ist oft eingebrannt und braucht sonst keinerlei Aufmerksamkeit. Es wird keine Software installiert, nur der Client für die Terminalserver - und der ist bereits vorhanden.

Es brauchen jetzt aber auch nicht extra Thin-Clients angeschafft werden: Selbst Rechner, die fünf...sechs Jahre alt sind, können Remotedesktop-Dienste locker nutzen.

Ihre Verbindungsfreudigkeit!

Nutzen Sie Terminalserver an dem Standort, an dem die beste Internetverbindung besteht.

Dann binden Sie sämtliche Außenstellen per VPN an und lassen alle User auf diese Terminalserver zugreifen.

Besser geht's nicht:

  • Zentrale Verwaltung
  • Software-Installation und Wartung an einer Stelle
  • Benutzerprofile und sämtliche Daten unter einem Dach
  • Keine Daten außerhalb Ihres Netzwerks

In einer Umgebung mit 30...40 Arbeitsplatzrechnern wird ein neuer Drucker aufgebaut. Jede Maschine muss einzeln angefasst werden:

  • der alte Drucker wird deinstalliert
  • der neue Drucker wird installiert
  • der neue Drucker wird eingerichtet (Monochrom- oder Farbdruck, Schubladenzuweisung etc.)

In einer Umgebung mit 15...20 Arbeitsplätzen wird eine alte Software abgelöst. Jede Maschine muss einzeln angefasst werden:

  • die alte Software wird deinstalliert
  • die neue Software wird installiert

Wenn Zweigstellen an Ihr Unternehmen angebunden sind, muss der Techniker auch dort hin...

Auf einem Terminalserver hingegen wird alles für alle nur ein Mal gemacht.

Terminalserver sind sicher, sie erhöhen die Sicherheit der Daten im Unternehmen sogar!

Wenn mobile Mitarbeiter auch von unterwegs aus auf die Terminalserver zuzugreifen, brauchen sie noch nicht einmal Daten außer Haus zu tragen - alles ist und bleibt in Ihrem Unternehmen!

Und: Alle Änderungen sind sofort für alle weiteren Instanzen aktuell.

Der Verlust eines Notebooks bedeutet somit nicht mehr die Preisgabe von Unternehmens- und Kundendaten. Das Ändern der Kennwörter des Benutzers reicht bei konsequenter Nutzung von Terminalservern völlig aus.

Das neue Notebook erhält die Verbindung zum Unternehmensnetzwerk und den Terminalserver-Client. Inklusive Test sollte das locker in einer halben Stunde machbar sein und der Mitarbeiter kann wieder zu Ihren Kunden fahren.

Wichtig ist, wie die Verbindung von außen zum Terminalserver hergestellt wird: Wir empfehlen hier IPsec-VPN zur Verbindung von Außenstellen zur Zentrale und SSL-VPN zur Verbindungsaufnahme mobiler Mitarbeiter.

Unser Tipp: Achten Sie beim Erwerb von Microsoft Office-Lizenzen darauf, dass sie auf einem Terminalserver eingesetzt werden können. Das sind die Versionen "Standard" und (wenn Access benötigt wird) "Professional Plus" als Volumen-Lizenz.

Dieser Tipp richtet sich auch an die Starter: Schnell ist's geschehen und es wird ein Terminalserver gewünscht! Home & Business passt nicht...

Das ist kein Problem!

Seit einigen Jahren installieren wir "Forests", also: "Terminalserver-Wälder" - beginnend schon mit dem ersten Terminalserver.

Der User meldet sich in diesem Forest an und bekommt einen Terminalserver zugewiesen.

Durch die eingerichtete Ordnerumleitung lädt sich der Terminalserver nun das passende Profil des Benutzers. Das spart auch Festplattenplatz auf dem Terminalserver.

Dadurch ist völlig egal, auf welchem Server der Benutzer landet: Seine Daten sind verfügbar, die Programme sind eingerichtet, der Drucker ist verbunden und der Desktop sieht aus, wie immer.

Er merkt es tatsächlich nicht!

Voraussetzung: Auf allen Terminalservern ist die gleiche Software installiert.