Die Spionageaffäre hat nicht unerhebliche Auswirkungen auf den IT-Markt.

So schrauben US-Cloud-Anbieter ihre Gewinnerwartungen für die nächsten drei Jahre um 30 Milliarden US-Dollar herunter, was etwa 15% des Weltmarktes an Cloud-Systemen ausmacht. Der Grund liegt selbstverständlich im massiven Vertrauensbruch in Cloud-Dienste.

Andererseits machen sich deutsche Anbieter von Cloud-Diensten eben diese PRISM-Geschichte zunutze, indem sie ihre Systeme (und Werbe-Formulierungen) entsprechend umgestalten, auch der Bedarf an Verschlüsselungssystemen wird immens zunehmen.

Immer häufiger wird nach so genannten "Private-Cloud-Systemen" gefragt. Hier werden eigene Server inhouse eingerichtet, die kontrollierten Zugriff von außen gewähren.

Je nach Zugriff werden höhere Bandbreiten (gerade im Upload) nötig, die oft den Anschluss des Unternehmens an Glasfaser-Leitungen erfordern. Alternativ kommen kleinere, lokale Rechenzentren in Betracht, in denen dann ein eigener Server aufgestellt werden kann.